Allgemein

Körper sind grundverschieden. Schwitzen hat häufig nichts mit dem Fitness-Grad einer Person zu tun, sondern völlig andere Ursachen.

 

Was schwitze ich aus?

Vitamine werden entweder als wasser- oder als fettlöslich klassifiziert. Unter wasserlöslichen Vitaminen versteht man jene des B-Komplexes sowie Vitamin C. Unser Körper speichert aber nur geringe Mengen davon und kann diese auch nicht langfristig aufbewahren. Nehmen wir einmalig zu viele dieser Vitamine auf, werden sie über den Urin wieder ausgeschieden. Darum ist eine regelmäßige Einnahme umso wichtiger. Mit Ausnahme von Vitamin K, werden nur fettlösliche Vitamine in größeren Mengen vom Körper gespeichert. Deswegen ist es gerade bei übermäßigem Schwitzen wichtig, den eigenen Mineralstoff-Haushalt im Auge zu behalten. Denn mit dem Schweiß verlieren wir auch wichtige Elektrolyte wie Kalium und Natrium. Diese sind aber essentiell, um den Salz-Wasser-Haushalt in Balance zu halten und damit auch für die Regulierung der Körpertemperatur.

 

Die zehn häufigsten Ursachen, die uns zum Schwitzen bringen

Wie aber kommt es zum übermäßigen Schwitzen? Normalerweise halten unser Hypothalamus und das autonome Nervensystem den Körper auf Normaltemperatur. Hitzestress hingegen ist der Zustand, wenn die eigene Temperatur ansteigt. Ausgelöst wird er durch viele verschiedene Ursachen:

 

  1. Stress oder Angstzustände. Fühlt man sich ungewöhnlich heiß und verschwitzt, kann das ein Zeichen für Angst oder erhöhten Stress sein. Der Körper reagiert stetig auf emotionalen Stress.

 

  1. Schilddrüse. Eine Schilddrüsenüberfunktion bringt den Stoffwechsel auf Hochtouren. Das kann mitunter zu einem Hitzegefühl und übermäßigem Schwitzen führen.

 

  1. Nebenwirkungen von Medikamenten. Auch einige Medikamente können übermäßige Hitze und Schwitzen verursachen. Um sicherzugehen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, ob die Medikamente, die Sie einnehmen, die Ursache des Problems sein könnten.

 

  1. Essen und Trinken. Scharfe Lebensmittel enthalten in der Regel Capsaicin, eine natürliche Chemikalie, welches aber die Körpertemperatur erhöht und den Körper zum Schwitzen bringt.

 

  1. Anhidrose. Regelmäßige Überhitzung ohne Schweißausbruch kann auf eine Anhidrose hindeuten. Suchen Sie in diesem Fall Ihren Arzt auf, um die genaue Ursache des Problems abzuklären.

 

  1. Fibromyalgie. Sie ist eine weit verbreitete Schmerzkrankheit. Menschen mit dieser Krankheit neigen zu einer erhöhten Temperaturempfindlichkeit, sowohl bei Hitze als auch bei Kälte.

 

  1. Diabetes. Sowohl Menschen mit Typ-1- als auch mit Typ-2-Diabetes reagieren empfindlicher auf Hitze als andere.

 

  1. Alter. Ab einem Alter von etwa 65 Jahren passt sich der Körper nicht mehr so schnell an Temperaturveränderungen an wie früher.

 

  1. Menopause. Hitzewallungen sind das häufigste Symptom der Wechseljahre.

 

  1. PMS. Diese Ansammlung von Stimmungsschwankungen, rund um die Periode der Frau, hat auch zur Folge, dass der Östrogenabfall in dieser Zeit zu einem Symptom führt, das eher mit den Wechseljahren in Verbindung gebracht wird: Hitzewallungen. PMS-bedingte Hitzewallungen zeigen sich meist in der Woche vor der Periode.

 

Tipps zur schnellen Senkung der Körpertemperatur

Wasser trinken bewirkt wahre Wunder. Aber auch andere Mittel sind einfach und effektiv, um die Hitze zu besiegen:

 

  • Kaltes Fußbad. Dazu einfach kaltes Wasser und Eiswürfel in einen Eimer geben. Die Füße darin bis zu 20 Minuten einweichen lassen. Ein paar Tropfen ätherisches Pfefferminzöl sorgen für einen zusätzlichen Kühleffekt.

 

  • Einnahme von Mikronährstoffpräparaten. Natrium, Calium, Calcium und Magnesium helfen dem Körper dabei, den Wärmehaushalt natürlich zu regulieren.

 

  • Spezielle Deodorants. Erhältlich sind sie in Apotheken. Sie schützen bei Hitzestress zuverlässig vor Achselnässe und Körpergeruch.

 

  • Aloe Vera. Auf der Haut aufgetragen, erzielt das Gel einen kühlenden Effekt.

 

Übermäßiges Schwitzen – was tun?

Salbei kommt als pflanzlicher Schweißhemmer immer mehr in Verwendung. Für eine spürbare Schweißreduktion sind allerdings relativ große Mengen an Rosmarinsäure nötig. Durch das Trinken von Salbeitee werden diese Mengen kaum erreicht. Um eine rasche Wirkung zu erzielen, können daher spezielle Extrakte aus Salbei hilfreich sein, in denen die Wirkstoffe der Salbeiblätter angereichert vorliegen – 3 mg Rosmarinsäure pro Kapsel. Die Wirkung tritt nach 2 Stunden ein und hält ca. 6 – 8 Stunden an.

 

// Quelle: Magazin Gesund am Reumannplatz – Sommer 2021

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