Allgemein

Die Wintermonate mit viel Nebel und wenig Sonnenstunden führen bei vielen Menschen zu einem Vitamin-D Mangel. Vitamin D gilt als fettlösliches Vitamin, wobei es im Grunde gar kein Vitamin ist, da es hauptsächlich mit Hilfe des Sonnenlichts gebildet und weniger mit der Nahrung zugeführt wird. Es ist eher als Hormon einzustufen und wird – ähnlich dem Progesteron oder Testosteron – aus dem Cholesterin in der Leber gebildet.

Der Körper als Vitamin D-Produzent

Unser Körper stellt Vitamin D zu 80 bis 90 % selbst her, vorausgesetzt, er kommt mit genügend Sonnenlicht in Berührung. Die gute Nachricht: Das produzierte Vitamin D wird nicht sofort verbraucht, sondern einige Zeit im Fett- und Muskelgewebe gespeichert. Die schlechte Nachricht: Nur wenige von uns schaffen es, mit ihrem über die Sommermonate aufgebauten Vitamin D-Depot erfolgreich über den Winter zu kommen.

Was ist bei der Vitamin D-Bildung zu beachten?

  • Sonnenschutzmittel ab Lichtschutzfaktor 20 blockieren die für die Vitamin D-Bildung erforderlichen UVB-Strahlung bis zu 95%.
  • Von Oktober bis März ist die Ausbeute an UVB-Strahlung aufgrund des niedrigen Sonnenstands oft zu gering, um genügend Vitamin D zu produzieren.
  • Die durch die Sonneneinstrahlung entstehende Hautbräune sowie dunklere Hautpigmentierung bremst den Vitamin D-Aufbau.
  • Ab dem 60ten Lebensjahr sinkt die Fähigkeit,Vitamin D aufzubauen, um die Hälfte. Gleichzeitig steigt ab diesem Alter der Bedarf am Sonnenvitamin.
  • Solarien ersetzen das Sonnenlicht in Bezug auf Vitamin D-Bildung nicht, es sei denn sie haben dezitiert UVB-Anteile in der künstlichen Bestrahlung.
  • Vitamin D ist nur marginal in Nahrungsmitteln vorhanden. Erwähnenswert wären Pilze, Milch, Butter, Käse, Eier, Meeresfisch und Rinderleber.

Warum spielt Vitamin D so eine wichtige Rolle?

Vitamin D ist verantwortlich für ein starkes Immunsystem, erhöhte kognitive Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. Es trägt zur Knochengesundheit und zur Kräftigung der Muskulatur bei. Vitamin D kann das Risiko von Krebserkrankungen reduzieren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislauf-System aus.

Was tun bei Vitamin D-Mangel?

Anzeichen wie Müdigkeit, Leistungsabfall, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen oder leichte Infektanfälligkeit deuten auf einen möglichen Vitamin D-Mangel hin. Für die exakte Ermittlung des Vitamin D-Spiegels empfehlen wir einen Vorsorgetest in der Apotheke oder beim Arzt Ihres Vertrauens.

Vitamin D-Präparate sollten nicht ohne gesundheitliche Beratung eingenommen werden. Wird ein Mangel festgestellt, sollte man Sonne tanken, auf eine Vitamin D-reiche Ernährung umstellen und es zusätzlich durch entsprechende Tropfen oder Kapseln zuführen.

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