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Apotheker-Tipps für Allergiker

Etwa jeder fünfte Österreicher leidet unter einer Pollenallergie, im Volksmund auch Heuschnupfen genannt. Ausgelöst wird der Heuschnupfen (allergischer Schnupfen, allergische Rhinitis) durch die Pollen von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern (im Herbst). Aber auch Schimmelpilze, Hausstaub, Tierhaare oder chemische Substanzen wie Desinfektionsmittel können diese allergische Reaktion hervorrufen.

Eine einzelne Roggenähre kann über vier Millionen Pollen auf die Reise schicken; sind die Windverhältnisse günstig, verbreiten sich die Pollen bis zu 400 Kilometer weit. So sind auch Städter nicht vor den ländlichen Pollen gefeit.

Was ist eine Allergie?

Bei einer Allergie macht das Immunsystem sozusagen aus einer Mücke einen Elefanten. Es reagiert auf unschädliche Stoffe mit einer heftigen immunologischen Abwehrreaktion. Diese Stoffe können sehr unterschiedlicher Herkunft sein.

Von Hausstaubmilben und Tierhaaren über Naturgummi und Pollen bis zu Nahrungsmitteln wie Apfel, Sellerie, Soja; Milch, Nüsse und Fisch. Zwischen Pollen und Nahrungsmitteln kann es auch zu sogenannten Kreuzreaktionen kommen – die Allergie auf gewisse Pollen kann auch zu einer Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln führen.

Tipps aus der Apotheke für alle Pollenallergiker

Eine Allergie ist ein chronischer Entzündungsprozess. Versäumt man eine frühzeitige und adäquate Behandlung, so folgt durch die ständige Belastung häufig ein »Etagenwechsel« zu Entzündungen der tiefer gelegenen Atemwege. Im Laufe der Zeit ist dann ein – mitunter lebensbedrohliches – allergisches Asthma die Folge. Zusätzlich zur Allergiebehandlung können aber folgende Tipps helfen:

  • Während der Pollensaison möglichst wenig ins Freie gehen, besonders an sonnigen, windigen Tagen.
  • So oft wie möglich Ausflüge zur Erholung in die Berge machen. Dort ist die Pollenbelastung geringer. Wenn möglich, den Urlaub in die Pollensaison verlegen und das möglichst weit weg von den Pollen – in die Berge oder ans Meer.
  • Notwendige Wege am besten ganz in der Früh erledigen.
  • In Laubwäldern gibt es wenig Gräserpollen. Aber Achtung vor dem Waldrand – dort ist die Belastung besonders hoch.
  • Wiesen und Getreidefelder meiden
  • Abends nicht nur Duschen, sondern auch die Haare waschen, um Pollen daraus zu entfernen.
  • In der Nacht die Schlafzimmerfenster schließen.
  • Die Wiese im Garten kurz halten, aber nicht selbst mähen.
  • Möglichst nicht rauchen, die Schleimhäute werden dadurch noch empfindlicher. Auch Alkohol, Kälte, Parfum, vor allem aber Staub, können die Empfindlichkeit steigern.
  • Nasenspülungen oder Sprays mit physiologischer Kochsalzlösung lindern die Beschwerden.
  • Eine Möglichkeit, den Angriff der »Pollenflugkörper« besser zu überstehen, ist in Form einer Nasensalbe, die aufgrund ihrer hohen Viskosität einige Stunden an der Nasenschleimhaut haftet und dadurch die inhalierten Pollen fixiert. Die Salbe, die in die Gruppe der Medizinprodukte einzureihen ist, wird im Naseneingang aufgetragen und wirkt dort etwa drei bis fünf Stunden.
  • Methoden der Alternativmedizin sind nur Ergänzung, eine spezifische Immuntherapie können sie nicht ersetzen.
  • Relativ sicher und nebenwirkungsfrei wirken die neueren Antihistaminika. Sie stoppen das allergische Geschehen und machen nicht mehr so müde wie die früheren Heuschnupfenmittel.

Kommen Sie in unsere Apotheke, wir beraten Sie gerne und geben Ihnen auf Ihr Anliegen abgestimmte, hilfreiche Tipps!

Quelle: Österreichische Apothekerkammer